KIRCHEN UND KAPELLEN

Pfarrkirche:

Die Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" wurde um 1500 im gotischenStil erbaut. Damals war es durch ständige Güterteilung und den um 1450 begonnenen Bergbau auf Komperdell zu einem rapiden Bevölkerungszuwachs gekommen. Die Versorgung der Bergleute mit Lebensmittel und der Transport des Kupfererzes zum Schmelzwerk ins Inntal brachte Arbeit und Verdienst für Viele. Somit war die bestehende Kirche, die heutige Wallfahrtskirche, zu klein geworden, und man baute unmittelbar daneben eine neue Kirche. Sie wurde mit drei prachtvollen Altären von der Kunstwerkstätte des Jörg Lederer aus Kaufbeuren ausgestattet. 1766 wurde die KIrche barockisiert und bekam damit das heutige Aussehen.

Kirchturm:
Der Kirchturm ist als sogenannter "Campanile", als  freistehender Glockenturm errichtet. Die obere Hälfte wurde um 1500 in gotischem Stil aufgebaut.

Wallfahrtskirche:

Die Wallfahrtskirche "zu Unserer lieben Frau im Walde" gehört zu den ältesten Kirchen im Land Tirol. An die Romantik erinnern der Grundriss, die Flachdecke und einige Bauteile. Bei Ausgrabungen anlässlich einer Restaurierung der Kirche um 1960 wurden interessante Fresken aus dem 14. Jahrhundert freigelegt. Unter dem Fußboden kamen Reste von Fundamentmauern eines Vorgängerbaues aus dem 1. Jahrhundert zum Vorschein.
Der ehrwürdige Mittelpunkt der Wallfahrtskirche ist das Gnadenbild der romanischen Muttergottesstatute aus der Zeit zwischen 990 und 1170. Sie hält in der rechten Hand einen Apfel als Symbol der Taufe.

Lichterkapelle:

Lichterkapelle Serfaus, geweiht am 8. September 2012
Errichtet wurde das Beinhaus ursprünglich im gotischen Stil. Der Raum diente zur Aufbewahrung von Gebeinen, die beim Ausheben einer Grabstätte zum Vorschein kamen. Das wurde etwa bis 1950 praktiziert. In den darauffolgenden Jahren diente dieser Bau als Totenkapelle. Nach der Errichtung der neuen Totenkapelle in den 1960er Jahre blieb dieser Raum samt dem kleinen schmucken Altar, der sich darin befand, ohne jegliche religiöse Funktion.
Da es weder in der Pfarrkirche noch in der Wallfahrtskirche einen geeigneten Ort für einen Opferlichttisch gab, wurden intensive Überlegungen für eine mögliche Innengestaltung des Raumes angestellt und dieser Ort als ideal für eine Lichterkapelle angesehen. Der Altar wird künftig im Pfarrmuseum einen gebührenden Platz bekommen.
Ein leerer Raum gilt als ideale Bedingung für eine gewisse Mystik. Gerade weil er nüchtern und bescheiden gehalten wird, bietet er sich für den Besucher als idealer Ort der Besinnung an, darüber hinaus ist der Raum relativ ruhig, weil er eben klein ist.
Das neu geschaffene Kunstwerk von Künstler/Bildhauer Walter File
Es handelt sich dabei um eine moderne, romanisch anmutend stilisierte Nachbildung des Originals „Unserer Lieben Frau im Walde“, der Gnadenmutter von Serfaus.

Lourdes – Kapelle:

Lourdeskapelle

Sie steht am Dorfanfang auf einem kleinen Hüge

Muirenkapelle:

Die Muirenkapelle wurde 1637 zum Dank für die Abwendung der 3 Jahre lang in Serfaus wütenden Pest erbaut. Im Schrein des Altaraufbaues stehen die drei Pestheiligen RochusSebastian und Pirmin.

 

 

 

Kirche von Sankt Georgen:

Die Kirche von St. Georgen dürfte etwa im 12. Jahrhundert entstanden sein, als zur Zeit der Kreuzzüge die Verehrung des Hl. Georg neuerlich aufkam. Das Kircheninnere ist überaus reich mit Fresken geschmückt. Dargestellt ist das Leiden Christi und der Drachenkampf des Hl. Georg. Außerdem befindet sich in der Kirche die älteste Reliquiensammlung Tirols, die ursprünglich in einem kostbaren Reliquienschrein von 1250 aufbewahrt wurde.

 

Kapelle zum Heiligen Zeno:

ST.Zeno
Die Kapelle zum Hl. Zeno wird in einem Dokument von 1326 erstmals erwähnt. Darin wird dem Bauern vom Hof zu St. Zeno als Zins für den Ertrag des Grundstückes (Muschgvendels) jährlich zu Leistende Verpflichtung auferlegt. Er musste für die Beleuchtung, für die Instandhaltung der Kapelle und für das tägliche "Ave Maria Läuten" sorgen.
Der Hl. Zeno war Bischof von Verona. Seine Verehrung als Schutzheiliger bei Hochwassergefahr geht in unserer Region in das 8. Jahrhundert zurück.

 

Kapelle von Madatschen:

Die Kapelle steht auf einem Hügel mit wunderschöner Aussicht auf die umliegenden Berge. Das Altarblatt im Kapellinneren zeigt die Hl. Familie.

Maria Hilf-Kapelle:

Sie steht im Dorf an der Straßengabelung Seilbahn-St.Zeno.

Kapelle zur Hl. Ursula in Untertösens

Untertösens gehört zur Gemeinde Serfaus, dort befindet sich die Ursulakapelle mit dem sorgfältig restaurierten Altarbild der Hl. Ursula und ihren Gefährtinnen.

Maria Hilf-Kapelle in Tschuppbach: 

Auch Tschuppbach gehört zu Serfaus. In früheren Zeiten hatte der Pfarrer von Serfaus die Verpflichtung einmal im Jahr hier die Hl. Messe zu lesen.